Dom zu Lübeck

Predigten

Predigten

  • Predigt über Matthäus 28, 1-10 am Ostersonntag

    vom 16.04.2017

    „Christus ist das Licht. Gelobt sei Gott!“
    In die Dunkelheit der Nacht hineingetragen das Licht und in die Stille hineingesagt die Worte. Nein: hineingesungen.
    Die Sprache zieht ihr schönstes Gewand an: Töne, Klänge, Melodien. Die Instrumente werden ausgepackt, damit es noch schöner klingt. Pauken und Trompeten dazu, damit es auch schön laut klingt. Alle sollen es hören, und es soll ihnen ans Herz gehen und ins Herz gehen, dass Ostern ist.

  • Predigt über Markus 14,17-26 zum Feierabendmahl Gründonnerstag

    vom 13.04.2017

    Das Evangelium nach Markus nimmt uns alle mit hinein in das Abendmahl. Der Evangelist benennt keine Namen. Jesus sagt hier nicht: der ist´s.
    Und dann gibt er das Brot. Letztendlich verlässt der Verräter die Tischgemeinschaft nicht. Er bleibt in der Gemeinschaft. Und im Grunde wundern wir uns, warum schreitet Jesus nicht ein? Wie kann seine Antwort darauf sein: Nehmet; das ist mein Leib.
    Aber es bleibt dabei. Jesus hebt die Gemeinschaft mit dem Verräter nicht auf. Er gibt sich dem Sünder hin, er gehört dazu. Auch der Verräter erhält das Geschenk des Abendmahls.

    Vikarin Carolin Lilienthal

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  • Predigt über Johannes 12, 12-19 am Sonntag Palmarum

    vom 10.04.2017

    Erinnerungen – einerseits - sind Festigung des Guten. Tragenden. Das, was einen stabil macht und sicher. Konfirmation selbst ist ja stärkende Erinnerung, dass ich getauft bin und gesegnet, ein Leben lang, und „in Christus eingesenkt“ (wie es im Lied eben hieß).
    Andererseits enthält Erinnerung auch immer wieder Erschütterndes. Innere Bilder des Schreckens. Sie werden manchmal erst nach Jahrzehnten hochgerissen. Lassen einen nicht los. Auch solch traurige und angstmachende, gar traumatischen Erinnerungen trägt jeder Mensch mit sich herum: als dunkles Erbe durchlittener Zeit und als Narben auf der Seele.

    Bischöfin Kirsten Fehrs

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  • Predigt über 1. Mose 22, 1-14 am Sonntag Judika

    vom 02.04.2017

    Drei Tage. So ein langer Weg. So viele Schritte – mühsam den Berg hinauf. So viel Schweigen und nur so wenige Worte. So viel Zeit; Zeit für so viele ›vielleicht‹, die Abraham durch den Sinn gehen: Vielleicht überlegt es sich Gott anders? Vielleicht habe ich nicht richtig gehört? Vielleicht ist es nur ein Test? Vielleicht ist es nicht so, wie es scheint? Vielleicht wird alles gut? Vielleicht muss man nur glauben?
    Und gehen die beiden miteinander. Wie weit gehen wir mit?

  • Predigt über Markus 12, 41-44 am Sonntag Okuli

    vom 19.03.2017

    IIch sehe was, was du nicht siehst.
    Jesus hat es gesehen. Darum ruft er die Jünger zusammen. Er will ihnen die Augen öffnen – oder auch: mit anderen Augen sehen zu lernen.
    Ich sehe was, was du nicht siehst. Haben wir es schon entdeckt?

  • Predigt am 1. Sonntag in der Passionszeit Genesis 3, 1-19

    vom 05.03.2017

    Die Erzählung vom Sündenfall am Anfang des Alten Testaments im Buch Genesis ist Urgeschichte. Sie ist Menschheitsgeschichte unter Gottes Wort. Sie geht allem voraus und erzählt von paradiesischen Zuständen. Der Garten Eden, die Gemeinschaft mit Gott, sie bebildert unsere Sehnsucht. Sie zeugt von einer ursprünglichen Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch und der beiden Menschen untereinander. Eine Gemeinschaft, die in Vertrauen und Sicherheit geborgen ist. Sie deutet das Eins-Sein mit Gott. Und Adam und Eva können Gottes Angesicht sehen.

    Vikarin Carolin Lilienthal

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  • Predigt über Lukas 10, 38-42 am Sonntag Estomihi

    vom 26.02.2017

    Was Maria hört und wir heute mit ihr, ist dies: dass Jesus das Recht verteidigt, den eigenen Platz im Leben zu finden. Den soll uns niemand wegnehmen.
    Wie schön – und ganz schön schwer; denn es geht dabei nicht ohne Konflikte ab – äußere, innere.

  • Predigt über Lukas 17,7-10

    vom 12.02.2017

    Der Mensch braucht ein Gegenüber; Kraft, Trost, guten und heiligen Geist, der verbindet. Ich glaube daran, dass aus dieser Antwort Gottes heraus der Mensch die Stärke und Entschlossenheit schöpft, was befohlen ist, oder anders gesagt, was sich aus seinem christlichen Selbstverständnis heraus begründet, zu tun imstande ist. Aber gerade nicht aus einer auf Macht ausgerichteten Abhängigkeit heraus. Sondern vielmehr durch göttliche Zuwendung motiviert und durch den Glauben an die frohe Botschaft in die Freiheit gestellt.

    Vikarin Carolin Lilienthal

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  • Predigt am Letzten Sonntag nach Epiphanias über Exodus 3, 1-14

    vom 05.02.2017

    Der Predigttext aus dem Buch Exodus (2. Buch Mose) führt uns auf heiliges Land. Er erzählt von Mose. Er erzählt, wie aufleuchtet, wer Gott ist.

  • Predigt im ökumenischen Gottesdienst zum 27. Januar

    vom 27.01.2017

    Wir haben hier heute etwas Unmögliches vor. Des Holocaust zu gedenken; der Shoa; des Unvorstellbaren mit Namen Auschwitz – eine unmögliche Aufgabe!
    Unmöglich in beiderlei Sinn: Unmöglich aufzugeben; unmöglich zu erfüllen. Das gedenkend zu erfassen, was im Namen Auschwitz steht: Wir können es nicht; und können nicht davon lassen.

    Pastor Dr. Jörn Halbe

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