|
|
 |
| |
|
|
| Service > Predigten |
|
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
Letzter Sonntag nach Epiphanias, 29.1.2012 |
| |
von:
|
Pastor Martin Klatt |
|
Worte von weither. Fremd, fremdartig die Bilder. Was der Seher Johannes sieht auf der Insel Patmos, ist faszinierend und furchterregend zugleich. Was soll man davon halten? Wir zögern. Kritische Vernunft fragt nach der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit? Aber die Unmittelbarkeit religiöser Erfahrung hat auch etwas Anziehendes. Etwas wirklich erleben und überwältigt sein, danach sehnen sich viele, denen zum Beispiel die sonntäglichen Gottesdienste zu nüchtern sind.
Schauen mit eigenen Augen, hören mit eigenen Ohren, ergriffen sein, spüren. „Entzückt, begeistert, wie von Sinnen“, einmal nicht bei sich, sondern außer sich sein.
Mitgerissen sein, ganz und gar. Zu Boden fallen, vielleicht sogar das.
Strahlen, Lodern, Glühen, Funkeln, Brausen, Dröhnen. Gewaltig, fast gewalttätig ist das, wohin der Seher Johannes hineingerissen wird. Sinneseindrücke, die für die Sinne kaum zu ertragen sind.
|
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
3. Sonntag nach Epiphanias, 22.1.2012 |
| |
von:
|
Hauptpastor i.R. Helge Adolphsen |
|
Ein Mann gerät in eine Krise. Naamann heißt er. Feldhauptmann des Königs der Aramäer ist er. Ein General und ein Ausländer. Luther nennt ihn einen „gewaltigen Mann“. Er ist ein Kriegsheld. Ein Mann der Macht. Er befiehlt, und jeder gehorcht. Aber er steckt tief in der Krise seines Lebens. Denn er ist krank. Er hat eine ärgerliche und schlimme Hautkrankheit. Eine Schuppenflechte. Seine Haut ist verhärtet ist, hart wie ein Panzer. Neurodermitis ist schon schlimm, es juckt überall. Man muss kratzen, aber das Jucken verschwindet nicht. Schuppenflechte ist schlimmer. Keine Luft, keine Sonne, kein Wasser durchdringt die Panzerhaut. Man spürt keine Berührung eines anderen. Man spürt gar nichts. |
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
2. Sonntag nach Epiphanias, 15.1.2012 |
| |
von:
|
Pastorin Margrit Wegner |
|
Er wäre ein rüstiger Rentner heute. Altersweise oder sogar altersmild, vielleicht immer noch kämpferisch wie damals. Kinder und Enkel würden zum Gratulieren kommen, die Pastoren seiner alten Gemeinde, und natürlich käme Post aus aller Welt. Heute wäre sein 83. Geburtstag. Doch Martin Luther King wurde im April 1968 erschossen. Da war er gerade einmal 39 Jahre alt. Wir Jüngeren können heute kaum nachvollziehen, gegen welche Widerstände er ankämpfte. Die Älteren werden sich erinnern. An seine Reden. An die großen Demonstrationen gegen die Rassentrennung. An Lieder wie „We shall overcome“, die auch hier zu Protesthymnen wurden. An die Friedensnobelpreisverleihung und schließlich an die Nachrichten von dem Attentat. |
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
1. Sonntag nach Epiphanias, 8.1.2012 |
| |
von:
|
Pastorin Margrit Wegner |
|
„Dies ist eine Liebesgeschichte, und wie alle großen Liebesgeschichten ist es eine Geschichte des Verlustes.“ So beschreibt eine Mutter die Liebe zu ihrem kleinen Sohn. Sie sagt: „Ein Vater oder eine Mutter zu sein, das habe ich gelernt, bedeutet, sein Kind heute zu lieben. In diesem Moment.“ Sie beschreibt die Eltern, die sie kennt: Alle tun, was sie können, um ihren Kindern die beste Ausgangsposition im Leben zu verschaffen. Sie bringen sie zum Babyschwimmen und zur musikalischen Früherziehung, zur Sprachförderung und zum Malkurs. All das geschieht in der Hoffnung, dass die Kinder sich auf einem Gebiet als Talent erweisen. Dass sie sich abheben von anderen. Dass sie damit auch die stolzen Eltern herausheben aus der Menge. „Traditionelle Erziehung basiert auf der Annahme einer Zukunft“, schreibt diese Mutter, „auf der Annahme einer Zukunft, in der das Kind die Eltern überlebt und idealerweise Er-folg hat, vielleicht sogar etwas Spektakuläres erreicht.“ |
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
Neujahrstag, 1.1.2012 |
| |
von:
|
|
|
Alles auf Anfang, liebe Gemeinde, so stehen wir heute Morgen da. Das neue Jahr ist erst ein paar Stunden alt. Wir stehen auf der Schwelle vom alten zum neuen. Der Kalender ist noch ganz frisch. Gerade erst aufgehängt oder aufgeschlagen, eben das erste Blatt umgeblättert. Wie die leeren Seiten eines neuen Tagebuchs oder Kalenders, so liegt dieses Jahr vor uns. Was werden wir hineinschreiben? Wie werden wir die Zeiten füllen? Wir beginnen ganz von vorn, alles ist frei und offen. Aber stimmt das Bild? Ist der Terminkalender unschuldig leer und weiß? Haben wir nicht längst ganz viele Termine eingetragen? Zumindest wichtige Geburtstage, damit da etwas steht? Die Seiten sollen nicht leer und traurig bleiben. Wir werden doch gebraucht.
Alles auf Anfang, liebe Gemeinde, so steht auch das Volk Israel da. |
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
Altjahrsabend, 31.12.2011 |
| |
von:
|
Pastor Martin Klatt |
|
Ein Gedicht zum Jahreswechsel. Ein Gedicht auf der Schwelle zwischen dem Alten und dem Neuen. Ein eigentümlicher Schwebezustand, in dem das Leben für einen kurzen Moment still zu stehen scheint, so dass es anschaulich wird.
2011 liegt hinter uns, 2012 hat noch nicht begonnen. Wir schauen zurück auf das, was war. Wir schauen nach vorn. Wir lassen Bilder Revue passieren und versuchen uns ein Bild zu machen von dem, was kommen wird.
Arno Pötzsch schreibt ein Gedicht. Über Zeit und Ewigkeit, über uns und die Welt – kein Mensch wird ausgenommen. Über Tage und Nächte. Über Versäumtes und Vollbrachtes.
Und über Gott, das Du, dem alles gehört.
Ein Gedicht am Ende eines Jahres. Es hält beieinander das Unterschiedliche und bringt alles zusammen. Stellt es in einen Kontext – und reimt es zusammen. Aus dem Verstehen des Vergangenen entsteht der Mut für den Schritt nach vorn: „So gehen wir getrost.“
|
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
2. Weihnachtstag, 26.12.2011 |
| |
von:
|
Pastor Martin Klatt |
|
Wir feiern Weihnachten zusammen. Das ist mehr als ein Erfahrungssatz. Und es liegt mehr darin als das Wissen, dass man für sich alleine kein Fest feiern kann. Es rührt an das Herz dessen selbst, was Weihnachten bedeutet. |
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
1. Weihnachtstag, 25.12.2011 |
| |
von:
|
Bischöfin Kirsten Fehrs |
|
Seht hin! Wir sind Kinder Gottes, wir alle. Wir wissen vielleicht nicht, wer wir als Einzelne sind, was uns treibt und was uns hält. Dennoch sind wir verbunden, hinein genommen in die Geschichte Gottes, die gerade heut wieder einmal nicht aufhört, anzufangen…
Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, sagt dazu der erste Johannesbrief, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
|
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
Christvesper um 15.00 Uhr am Heiligabend, 24.12.2011 |
| |
von:
|
Pastorin Margrit Wegner |
|
Mariechen war 60 Jahre lang ein Engel.
Als sie noch ein Kind war, fiel ihr das Lernen in der Schule schwer. Deshalb sollte sie im Krippenspiel keine Rolle bekommen. Jedes Jahr führten die Viertklässler das alte Krippenspiel mit den langen, schwierigen Versen auf. Die Hauptrollen bekamen immer die besten Schüler, die leicht auswendig lernen konnten. Die anderen wurden Hirten oder Ochse und Esel. Jeder musste ein paar Verse aufsagen. Nur Mariechen durfte nicht mitmachen. Sie konnte sich ja nichts merken. Darüber war sie tottraurig.
|
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
 |
 |
 |
|
Predigt
vom: |
Christvesper - 17 Uhr, 24.12.2011 |
| |
von:
|
Pastor Martin Klatt |
|
Wäre das nicht ein Glück, wenn die Frage eines Kindes uns an unsere Gottesvergesslichkeit wieder erinnern würde?! Sie in Frage stellen würde?
Und wenn ein Neugeborenes leise zu erzählen begänne – in dieser stillen, in dieser heiligen Nacht?
Plötzlich würde alles ganz einfach. Elementar.
Ein Kind wird geboren, entbunden, und in eine Krippe gelegt. Zwei Menschen sind da, die kümmern sich. Ein leeres Haus füllt sich mit Leben.
Es kommen Engel, die sagen, was geschehen ist: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr.“ Und wer in der Aufregung all dieser unerwarteten Ereignisse nicht gleich versteht, was die großen Worte - Heiland, Christus, Herr - genau bedeuten, versteht doch so viel, dass der Name dessen, der da geboren ist, sich reimt auf Hoffnung, auf Licht, auf Rettung.
Und auf Freude. Keine kleine, sondern eine große. Keine für wenige vom Glück Begünstigte, sondern eine für alle.
|
|
ganze
Predigt als Worddatei herunterladen |
|  |
| | |
|
|
|
 |
|