Es ist ein kühnes Unterfangen,
wenn zwei Menschen sich klar darüber werden, dass
sie ihren Lebensweg gemeinsam gehen wollen. Vertrauen
ist zwischen zwei Menschen gewachsen, und es entsteht
die Gewissheit: Wir können uns aufeinander verlassen,
nichts wird uns auseinander bringen. Die Brautleute
geben einander das Ja-Wort wie beim Standesamt auch.
Aber dies Ja ist im Gottesdienst eingefügt in die
Bitte um das Gelingen, in die Bitte um den Segen. Bei
der kirchlichen Trauung bringen Menschen zum Ausdruck,
dass zum Gelingen der Beziehung mehr gehört als
der gute Wille. So viel wir selbst auch an der Gemeinschaft
bauen, das Gelingen kann nur geschenkt werden.
In dem Wort Trauung klingt nicht nur das Vertrauen mit,
sondern auch das Anvertrautwerden. Der Mensch an meiner
Seite, von mir gesucht und gewünscht, wird zugleich
verstanden als von Gott anvertraut: ein kostbares Gut.
Im Trauversprechen heißt es: "Ja, mit Gottes
Hilfe" oder "Dazu helfe mir Gott". Dieser
Satz ist keine Garantie für ein problemloses Zusammenleben,
aber es steckt die Verheißung darin, auch Krisen
miteinander zu bewältigen.
Das Trauversprechen lautet:
Ich will dich als meine Ehefrau / meinen Ehemann
lieben und ehren und die Ehe mit dir nach Gottes Gebot
und Verheißung führen in guten wie in bösen
Tagen, bis der Tod uns scheidet. Dazu helfe mir Gott.
Das Trauversprechen kann auch als Frage an die beiden
Partner gestellt werden.
Zur Trauung können Sie sich anmelden bei den Pastoren:
Pastorin Margrit Wegner (für den 1. Bezirk - Tel. 7 47 04)
Pastor Martin Klatt (für den 2. Bezirk - Tel. 79 76 54).
Wenn besondere Verbindungen zum Dom vorhanden sind,
können auch Brautpaare im Dom getraut werden, die
nicht im Bereich der Dom-Gemeinde wohnen. |